Die Entstehung von Killers vom Debüt bis 1999 Bruno Dolheguy ist der einzige „Überlebende“ der ursprünglichen KILLERS-Besetzung. Von den Anfangstagen an ist er Rhythmus-Gitarrist, wird aber einige Jahre später auch den Hauptteil des Gesangs übernehmen. Die Gruppe gründete sich damals in Bayonne, im Baskenland, aus dem Bruno stammt. Zu dieser Zeit zählte die Band 5 Mitglieder. Das erste KILLERS-Line-up nimmt 2 Alben auf, namentlich „Fils de la haine“ (1985) und „Danger de vie“ (1986). Ausserdem sind die Jungs in dieser Zeit fast permanent auf Tour, um sich bekannt zu machen. Aufgrund der so oft benutzten musikalischen Differenzen splittet sich die Gruppe. Bruno jedoch will und wird das Aben-teuer KILLERS mit neuen Musikern fortsetzen. In neuer Besetzung entsehen wiederum 2 Studio-Alben, „Mise aux poings“ (1987) und „Résistances“ (1989). Doch als auch der zweite Sänger beschließt, sich aus dem Musikbusiness zurück zu ziehen, übernimmt Bruno kurzerhand neben dem Gitarristen-Posten auch den Job als Lead-Sänger. Diesem Umstand ist es zu verdanken, das KILLERS 1991 zum Quartett schrumpfen. Dieser Konstellation entspringen 3 Alben, und zwar die Studio-Outputs „Cités interdites“ (1992) und „Contre-courant“ (1995) sowie das Live-Dokument „Ennemis en public“ aus dem Jahre 1996. Kurz nach der Veröffentlichung von „Fort interieur“ verändert sich das Line-Up erneut, um nach Brunos Aussagen „die Flamme am Lodern zu halten, die jede Band zum Fortbestehen braucht“. |
Die „neuen“ KILLERS von 1999 bis 2001 Bruno DOLHEGUY (Gesang, Gitarre), Patrick OLIVER (Baß), Nicko ANDRIEU (drums) Thierry ANDRIEU (Gitarre lead, Chöre), so lautet die Besetzung seit 1999. Mit diesen Leuten veröffentlicht man 1999 das neunte Studio-Album „109“ heraus. Schon ein Jahr später stellt man mit „Mauvaises graines“ einen gleichwertigen Nachfolger. Das ist ein Album, welches weltweit nur beste und überschwängliche Kritiken einfährt. Keiner in der Band hätte das erwartet! Mit „Mauvaises graines“ lässt Bruno auch wieder die alte Freundschaft zu Xavier Lorente aufleben, der schon das KILLERS-Logo und das Cover zum Debüt schuf. Der
Sommer 1999 hält für KILLERS das wohl größte
Spektakel in der Bandgeschichte bereit. Sie werden auf dem Wacken Open
Air spielen, und dort mit den „Großen“ des Metals Seite
an Seite auftreten. Dies ist für die Band eine unerwartete Gelegenheit,
auch außerhalb französischsprachiger Länder einen Fuß in
die Tür zu be-kommen, welche man auch effektiv nutzte. Der Auftritt
war bemerkenswert und keiner in der Band oder der damals Anwesenden wird
diese Stunden auf der Bühne vergessen. Das gute Abschneiden auf
dem Wacken Open Air veranlasste Bruno dazu, die Alben in zwei Versionen
aufzunehmen, einmal in Französisch und einmal in Englisch. |
„Killing
games“, der erste Schritt ins internationale Geschäft Bruno
entschloss sich also, ab „Mauvaises graines“ jeweils
auch eine englische Version auf den Markt zu brin-gen. Hierbei steht
ihm wieder Xavier Lorente zur Seite, der die Lyrics für die englischen
Versionen ausarbeitet. Bruno zielt nicht auf eine wörtliche Übersetzung der Texte, da sie ihm zu persönlich sind. Eher ermuntert er Xavier dazu, regelrecht neue Texte zu den Songs zu schreiben. Da sich jedoch die beiden Sprachen unterschei-den, werden hier und da Melodien geändert. Trotzdem gelingt es, die Aggressivität von Brunos Gesangsstil und den typischen KILLERS-Touch zu bewahren. Um im Nachhinein keine Verwirrung zu stiften, wird das Cover, das Layout und auch der Titel des Albums geändert, was aus „Killing games“ ein vollwertiges und eigenständi-ges Album macht, und keinen „Mauvaises graines“-Klon entstehen lässt. „ Killing games“ kommt ihm Jahr 2001 auf den Markt und wird überall von der Presse abgefeiert. Hörbeispiele finden sich recht schnell auf verschiedenen Samplern, zum Beispiel beim Metal Hammer Israel. |
„Mise aux poings 2001“; Konzerte, neue Alben, Multimedia Nach
den beiden Alben gehen KILLERS wieder ausgedehnt auf Tournee in Frankreich.
Zwischen
zwei Tour-neen wird jedoch ein
Projekt in Angriff
genommen, welches Bruno schon lange Zeit realisieren wollte. Das dritte
Album, Mise aux poings, soll in moderner Aufmachung noch einmal aufgenommen
werden. Der Grund ist, dass Bruno ja nun die Stimme von KILLERS ist und
dieses Album auch davon profitieren sollte. Also nimmt Bruno neue Gesangslinien
auf und das Album erscheint unter dem leicht abgeänderten Namen „Mise
aux poings 2001“. |
„Für immer“; Eine Tragödie bricht über KILLERS herein Mittlerweile ist die offizielle Homepage der Band aktiv. Auch eine Mailing-Liste gibt es, damit die Fans der ersten Stunde näher an der Band sein können. Die letzten Jahre sind sehr gut für die Band gelaufen und die Zei-chen stehen auf Sturm. Gerade in der Zeit, als Bruno meint, dass sich momentan das beste KILLERS-Line-Up überhaupt herauskristallisiert hat und „Mise aux poings“ kurz vor der Veröffentlichung steht, schlägt das Schick-sal zu. Nicko, der fantastische Drummer der Band, stirbt im Juni bei einem tragischen Motorradunfall. Der Tod dieses Freundes stiftet einige Verwirrung in der Band, wie es weitergehen soll und so reagieren auch die Fans durchweg unkoordiniert. Nach einem Gespräch mit Thierry Andrieu kamen sie jedoch zu dem schluss, dass KILLERS weiterleben müssen. Alle waren sich einig, dass es Nicko’s Wunsch ist, KILLERS weiterhin auf der Bühne zu sehen. Schon im Herbst 1999 hatte Nicko einen Verkehrsunfall und wurde während eines Konzertes in der Bretagne durch den Drum-Roadie Florent Pouey ersetzt. Florent war schon viel mit den KILLERS unterwegs und so war es nur eine Frage der Zeit, bis er den vakanten Posten übernahm. Hauptamtlich spielt Florent bei Spasm und Bruno will diese Konstellation nicht zerstören. Er schlägt vor, dass Florent beide Posten beibehalten solle. So soll vermieden werden, dass übereilte Entscheidungen getroffen werden. Einige Monate später, im Januar 2002, teilt Florent mit, dass er nur noch den Drum-Posten bei Killers besetzen will. Im zweiten Halbjahr 2001 spielen KILLERS zahllose Konzerte in Frankreich und Bruno ist nicht zu bremsen, wenn es um Interviews geht. Niemals trotz all des Stresses vergisst er jedoch, die Erinnerung an Nicko wach zu halten, den er stets als sehr guten Freund und besonderen Menschen beschreibt. Am 13. Oktober steht „Mise aux poings 2001“ offiziell in den Läden und dieses Album steht ganz besonders in der Erinnerung an Nicko, den so vermissten Freund. Ganz speziell der Song „Pour toujours“ („Für immer“) ist nur Nicko gewidmet. Dieser Song wurde noch kurzfristig aufgenommen, da er für die ersten Pressungen gar nicht vorgesehen war. Am Jahresende wird „Killing games“ in veränderter Optik – sprich kyrillischer Zeichensatz, unveröffentlichte Fotos – für die Baltischen Länder und Russland nochmals aufgelegt, womit sich für KILLERS-Sammler ein kleiner Leckerbissen in die Discography einreiht. |
„Habemus Metal“; Die Wölfe
fallen in Paris ein
Um den Tod von Nicko zu verarbeiten waren die Jungs fast permanent auf Tour. Außerdem soll das für Florent die Chance sein, die großen Fußstapfen seines Vorgängers bestens auszufüllen zu lernen. Von Ende 2001 bis zum Herbst 2002 ist die Band überall präsent und wird schlussendlich erstmals in Paris ein Gastspiel geben! Dies geschieht im Club Dunois. Dieser Auftritt ist ein Großereignis und wird sogar im französischen RockHard mit einer Extra-Beilage geehrt. Um alle Gerüchte zu beseitigen geht man ohne Pause wieder ins Studio um die dreizehnte Platte „Habemus Metal“ aufzunehmen. Am 15. November ist es soweit....... Es schlägt ein wie eine Bombe und erlangt hervorragende Kritiken. Das RockHard schrieb: „...Habemus Metal ist das zweifellos beste französischsprachige Metal-Album welches jemals erschien. Lasst Euch nicht von Vorurteilen ablenken und verpasst nicht diesen Hammer...“ Daraufhin gewinnen KILLERS die Wertung zur besten Band des jährlichen Polls und erhalten dafür am 6. April 2003 in Paris eine Auszeichnung. KILLERS werden weiterhin Konzerte spielen und sind speziell demnächst im Ausland auf dem Keep it true-Festival in Deutschland zu erleben. |
Danke
an Sylvie STOLL, Eric ETCHEBES und Marc ( www.metal-crusade.de ) |